Grundlagen des Spiels


Lebenslange Partnerschaften waren von der Natur nicht vorgesehen – aber die Frau musste den Mann zumindest solange an sich binden, bis sie die Schwangerschaft überstanden hatte und das Kind ein gewisses Alter hatte. (Auch heute trennen sich die meisten Paare, wenn die Kinder zwischen fünf und zehn Jahre alt sind).
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Beide, Frauen und Männer, entwickelten dabei im Lauf der Entwicklung ihr eigenes Instrumentarium, ihre eigenen Methoden der Partnerselektion und -bindung. Viele der Unterschiede zwischen Mann und Frau lassen sich ursprünglich auf die unterschiedliche Ausgangsposition bei der Partnerfindung zurückführen. Andere sind sozusagen Nebenbei-Produkte und kommen uns heute seltsam (vielleicht sogar unnötig) vor. Die alte Streitfrage aber, wie viel denn nun davon tatsächlich genetisch bedingt sei oder ob es nicht Sozialisation und Erziehung ist, die Männer und Frauen unterscheidet, ist unnötig. Denn beide Faktoren greifen von Anbeginn ineinander und beeinflussen sich gegenseitig.
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Frauen sind erstklassige „Männer-Bändiger”
Frauen funktionieren, wenn es um die Partnerbindung geht, erheblich anders als wir Männer. Ob das nun emanzipatorisch korrekt ist oder nicht: Es passiert auf einer tieferen, instinktiven Ebene und hat mit den biologischen Gegebenheiten zu tun – bis heute. Frauen konnten und können eben nur relativ selten schwanger werden, während Männer praktisch unbegrenzt Sperma zur Verfügung haben und (theoretisch) Tausende von Nachkommen zeugen können. Urfrauen haben deshalb ausgefeilte Strategien entwickelt, um den „richtigen” Partner zu finden und diesen – wenigstens für eine gewisse Zeit, bis das Kind geboren ist und „auf eigenen Füßen stehen” konnte – an sich zu binden. Paradoxerweise führen diese Mechanismen der Bindung dazu, dass der Mann Stärke und Anziehungskraft verliert. Diesen Prozess nennt man ‘Betaisierung’ (= aus dem starken, dominanten Männchen, das er zu Beginn war, macht die Frau im Lauf der Zeit einen abhängigen Beta-Mann). Die Folge ist, dass die Frau sich ziemlich zwangsläufig von ihm abwenden wird und sich einen neuen „starken” Partner sucht. Und das Spiel beginnt von vorne. —Männer wiederum haben ihre eigenen Mittel, um diesem Prozess des Beziehungsverfalls entgegenzuwirken: unabhängig sein, stark sein, Verführer sein.

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Vorsicht: Betaisierung
Sie können eine Frau auf Dauer nur halten, wenn Sie sie NICHT über alles stellen. Wenn Sie ihr vermitteln, dass es noch andere wichtige Dinge im Leben gibt. Wenn Sie signalisieren, dass sie – drastisch ausgedrückt – das Zweitwichtigste in Ihrem Leben ist – hinter ihrem eigenen großen Plan, hinter Ihren eigenen Zielen. Ihre Frau wird einerseits gekränkt sein, Ihnen aber andererseits dafür danken, dass Sie so ein starker Partner sind. Sie wird Sie für jede Sekunde an ihrer Seite lieben.
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