Für viele Fehlermeldungen gilt: Was sich für den einen Partner als „Störung” bemerkbar macht, kann durch simples „Normalverhalten” des anderen Partners ausgelöst werden. Mit den Worten des bekannten amerikanischen Paartherapeuten John Gray: Marsianer und Venusianer sind vor langer Zeit auf der Erde gelandet und haben inzwischen vergessen, dass sie unterschiedliche Sprachen sprechen und anders denken. Darum missverstehen sie sich ständig. Meist hat das nichts mit Boshaftigkeit zu tun, sondern mit Aneinander-Vorbeireden.

Nur eine Störung, oder das Ende?


Aber es gibt noch einen anderen wesentlichen Aspekt: Was ein Partner als Störung deutet, ist für den anderen oft nichts weiter als der Beginn der Auflösung der Beziehung. Im Zentrum stehen dann nicht mehr sexuelle Attraktion und das Werben umeinander, sondern Manipulation und Lügen. Nicht selten geht dieser Prozess nur von einem der beiden Partner aus, der andere ist ihm mehr oder weniger hilflos ausgeliefert
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Es macht dabei aber wenig Sinn, von „Schuld” zu reden, denn oft lässt sich nicht einmal feststellen, wo die Ursache war, auf Seiten des Mannes oder auf Seiten der Frau. Eine „Beziehung”, die länger als einen Abend dauert, ist eben ein sich ständig rückkoppelndes System
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